„Wos woar mei Leistung?“ – Warum fixe Leistungsstandards in der PR ein Gebot der Stunde sind.

Ganz zu Recht empört uns alle, und allen voran uns Kommunikationsprofis, die Kopf-in-den-Sand-Strategie der Politik im Zusammenhang mit den jüngsten Korruptionsenthüllungen. Es scheint dort niemanden zu geben, der ernsthaft an Transparenz oder Kontrollsystemen interessiert ist.

Umso enttäuschender fällt das Bild aus, das die PR-Branche von sich selbst abgibt. Während in 18 Ländern, darunter USA, Großbritannien, Schweiz, Tschechien und den Beneluxstaaten, eine CMS-Zertifizierung bereits als verbindliche Grundlage für die Mitgliedschaft in einem PR Verband verlangt wird, tun sich hierzulande gerade einmal elf Agenturen (PR-Quality) diesen Aufwand für ihre Kunden an und dabei handelt es sich nicht einmal um die größten Agenturen des Landes. So lassen sich gerade die größten drei Agenturen (laut Bestseller-Ranking 2012) nicht in die Karten schauen.

HocheggerNun muss man diesen Agenturen nicht gleich unterstellen, Geschäftsgebaren wie dereinst Hochegger haben. Man kann auch diskutieren, ob CMS III das geeignete Werkzeug für eine Standardzertifizierung ist, aber einen großen Teil der PR-Kunden Österreichs völlig ohne kontrollierte Standards wie Stundenaufzeichnungen, Evaluierung und transparente Rechnungslegung für die geleistete Kommunikationsarbeit zurückzulassen, ist einer modernen Dienstleistungsgesellschaft nicht zumutbar und dem bereits beträchtlich ramponierten Image der PR-Branche weiter abträglich. Ein Kunde muss sich heutzutage darauf verlassen können, dass seine Kommunikationsanliegen von der Erfassung der Anforderungen, über die kontrollierte Abwicklung bis hin zur Überprüfung der Zielerreichung nach international anerkannten und kontrollierten Abläufen bearbeitet werden.

Hier ist die Branchenvertretung in Zusammenarbeit mit der Legislative gefordert. Es braucht verbindliche Standards beginnend bei der Ausbildung, über die Leistungsdokumentation bis hin zur Evaluierung der Kommunikationsdienstleistungen. Ansonsten ist ein Hochegger zwei nur eine Frage der Zeit.

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Über Volker

From 2007 till the End of 2013, I was working as a PR-Consultant in Vienna. During my career in several different PR-Agencies, I´ve gained deep insights while working with major international brands like Mattel, Nespresso or UNIQA and important industrial groups like OMV. Since 2013 I am the Spokesperson for Private Banking at Bank Austria. I understand PR to be a translator between geek-speek and the common language. My other focus lies on the big change the internet and especially the social networks causes to PR and Marketing. These changes have effects both in the external as well as in the internal communications work
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