Google präsentiert „The Next Generation Of Search“

Um weiterhin die dominante Suchmaschine im Online-Universum zu bleiben und auch weiterhin der größte Werbeanbieter der Welt sein zu können, hat Google seiner Suchmaschine eine totale Überholung verpasst.

Ab sofort werden die bereits bekannten Suchergebnisse nach dem genialen „PageRank-Algorithmus“ um direkte Antworten auf dei Suchfrage sowie verwandte Suchabfragen erweitert.

Was bedeutet das im Einzelnen?

Die größte Weiterentwicklung wird zweifelsohne die „semantische Suche“ sein. Durch dieses neue Feature kann man in Zukunft seine Frage an Google in wirklicher „Menschensprache“ stellen. Bisher zerlegte Google ihre Frage in einzelne Stichworte und suchte nach Seiten, die diese Stichworte in einer möglichst großen Nähe zueinander in einem Text haben.
So ergab die Sucheingabe „Die größten Seen im Salzkammergut“ Links auf Wikipedia, die Tourismusseiten des Salzkammergutes und so weiter. Die richtige Antwort auf die gestellte Frage zu bekommen, war wieder Aufgabe des Users. Er musste nun Seite für Seite durchklicken, bis die gewünschte Antwort gefunden war.
Mit dieser Art der Suche lag Google zwar Lichtjahre vor den unsortiert hingeworfenen Ergebnissen à la Lycos und Yahoo, doch die Verbindung des sozialen Graphen von Facebook mit Microsofts intelligenter Suchmaschine Bing wurde zunehmend zum Konkurrenten.

Ab sofort erkennt Google bei der Eingabe „Die größten Seen im Salzkammergut“ die Bedeutung des Satzes und sucht selbstständig aus den verschiedensten Seiten eine Antwort heraus und präsentiert sie Ihnen über den Links zu den gefundenen Webseiten.
Suchen Sie nach einer Entität (einem eindeutig zu bestimmenden Objekt) und Google macht sogar Überstunden für Sie. Wenn Sie beispielsweise „Attersee“ eingeben, wird Google Ihnen neben dem besten Link auch seinen Salzgehalt, seine geographische Lage auf Google Maps sowie Facts und Figures rund um den Attersee liefern.
Eine Suchabfrage nach einem Schauspieler würde neben den herkömmlichen Link-Ergebnissen auch seine Filmographie und Links zu ähnlichen Schauspielern und Filmen ausspucken.

Und wenn Sie Ihre Suche süchtig nach mehr gemacht hat, schlägt Ihnen Google noch ähnlich geartete Suchabfragen, die bereits gestellt wurden vor. So können Sie sich praktisch endlos in einen Themenkomplex vertiefen.

Woher weiß Google das alles?

Google hat sich im Stillen seit zwei Jahren auf diesen Sprung vorbereitet und dabei Berge an Informationen gesammelt. So wurde unter anderem „Metaweb“ ein Informationsunternehmen, das für seine Open-Content-Datenbank „Freeweb“ seit 2005 im Internet seine Fühler ausstreckt und Daten durchsucht, 2010 gekauft. Bis 2007 wurde dies von Metaweb unter Ausschluß der Öffentlichkeit gemacht, seither offiziell. Zudem sicherte sich Google Zugang zu Datenbanken von öffentlichen Institutionen wie dem CIA World Factbook.

Bestrafung für Suchmaschinenoptimierung!

Eine Sache mag Google aber gar nicht. Nämlich, dass immer mehr Unternehmen versuchen den „PageRank-Algorithmus“ auszutricksen. Diese SEO (Search Engine Optimization) genannte Technik wird praktisch überall von wie Pilzen aus dem Boden schießenden Agenturen angeboten. Ziel ist es, dass die Webseite des eigenen Unternehmens von Google möglichst weit oben gereiht wird. Doch laut dem Chef des Webspam-Teams bei Google, Matt Cutts, wird damit bald Schluß sein. Google arbeitet derzeit an einem Penalty für zu viel SEO. Wer beispielsweise eine zu hohe Zahl an Keywörtern auf seiner Seite plaziert oder überdurchschnittlich viele Links mit anderen Seiten austauscht, könnte bei Aktivierung des neuen Suchalgorithmus in die Niederungen der Suchergebnisse abrutschen.

Warum macht Google das?

Nun erstens hofft man damit, wie bereits oben erwähnt weiterhin die Nummer eins Anlaufstelle für Suchanfragen zu bleiben und zweiten sollen diese Zusatzinformationen den User länger auf dem eigenen Portal halten. Für den Suchenden auf jeden Fall eine super Sache.
Ich jedenfalls warte gespannt bis die neuen Features der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden.

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Über Volker

From 2007 till the End of 2013, I was working as a PR-Consultant in Vienna. During my career in several different PR-Agencies, I´ve gained deep insights while working with major international brands like Mattel, Nespresso or UNIQA and important industrial groups like OMV. Since 2013 I am the Spokesperson for Private Banking at Bank Austria. I understand PR to be a translator between geek-speek and the common language. My other focus lies on the big change the internet and especially the social networks causes to PR and Marketing. These changes have effects both in the external as well as in the internal communications work
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