Social Media am Arbeitslatz zu verbieten könnte sich schnell zum Boomerang entwicklen

In einer Umfrage unter 1529 Angestellten und 920 Managern in Unternehmen in den USA, Großbritannien, Australien, Deutschland, den Niederlanden und Japan zum Thema „WorkLifeWeb 2011“ brachte erstaunliche Ergebnisse zum derzeitigen Umgang mit Social Media am Arbeitsplatz.

Zu allererst bringt die Studie ein starkes Ungleichgewicht unter den Angestellten in Bezug auf Social-Media-Nutzung zum Vorschein. Während 48% der befragten Manager angeben, dass die Nutzung von Social Media für sie erlaubt ist, bestätigen dies nur 25% der befragten Angestellten.

Daneben scheinen kulturelle Unterschiede im Umgang mit Social Media am Arbeitsplatz besonders hervorzustechen.
Während das Blockieren von Social-Media-Seiten in Deutschland (23%) und Australien (21%) am weitesten verbreitet ist, ermuntern in den USA bereits 30% der Unternehmen ihre Mitarbeiter aktiv Social-Media-Seiten während der Arbeitszeit zu nutzen.

Des weiteren zeigt die Studie, dass junge Mitarbeiter eine restriktive Regelung des Umgangs mit Social-Media-Seiten oder gar deren vollständige Blockung nicht hinnehmen würden.
Nur 44% der 25- bis 34-jährigen würde in einem Unternehmen angestellt bleiben, welches einen restriktiven Umgang mit Social Media verfolgt. Unter den 18- 24-jährigen würden gar nur 35% in diesem Unternehmen weiterarbeiten wollen.

Tim Butcher, Social-Networking-Experte des Royal Melbourne Institute of Technology, empfiehlt den Unternehmen „aufzuwachen und Social Media endlich anzunehmen“. Denn ansonsten würden die vielversprechenden, hochgebildeten und gefragten Arbeitskräfte der Zukunft ganz einfach andere Unternehmen wählen. Denn, „heutige Angestellte erwarten einfach Fleixibilität und ein gewisses Maß an Freiheit am Arbeitsplatz.“

Und Social Media ist ja keine reine Verschwendung von Arbeitszeit, wie beispielsweise das Moorhuhnspiel. „In Unternehmen mit flexiblem Umgang mit Social Media sind die Angestellten meist besser vernetzt, informiert und im Allgemeinen produktiver als in Unternehmen mit resriktivem Social-Media-Umgang.“ (Butcher, 2011)

Außerdem erweitern Social Media und Smartphones schleichend die Anzahl der Arbeitsstunden pro Tag, ohne dass sich Angestellte oder Gewerkschaften bisher darüber aufregen. Im Grunde also eine Win-Win-Situation.

Advertisements

Über Volker

From 2007 till the End of 2013, I was working as a PR-Consultant in Vienna. During my career in several different PR-Agencies, I´ve gained deep insights while working with major international brands like Mattel, Nespresso or UNIQA and important industrial groups like OMV. Since 2013 I am the Spokesperson for Private Banking at Bank Austria. I understand PR to be a translator between geek-speek and the common language. My other focus lies on the big change the internet and especially the social networks causes to PR and Marketing. These changes have effects both in the external as well as in the internal communications work
Dieser Beitrag wurde unter Rahmenbedingungen von Web 2.0 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Social Media am Arbeitslatz zu verbieten könnte sich schnell zum Boomerang entwicklen

  1. Hallo Herr Moser,

    die Ergebnisse sind wirklich erstaunlich – vor allem jene Zahlen, wo es um die weitere Mitarbeit in einem Unternehmen geht, wenn restriktive Regelungen bzw. Blockungen von Social Media-Seiten angewendet werden.

    Wir interpretieren diese Ergebnisse auch als deutliches Signal, dass Social Media-Anwendungen für gewisse Pesonengruppen nicht mehr wegzudenken sind und zukünftig noch stärker für die Vernetzung, Information und Kommunikation eingesetzt werden. Auch wir empfehlen, dass sich Unternehmen gewissen Trends nicht abwenden sollten, denn der Einsatz von Social Media ist in jeder Hinsicht vorteilhaft für Unternehmen.

    Beste Grüße nach Australien,
    Maco Karnthaler

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s